Was bewirkt eine Komplettausstattung einer Schule mit digitalen Whiteboards? Eine bisher noch nicht veröffentlichte Braunschweiger Studie unterzieht die Versprechungen der Hersteller einem Praxistest. Ergebnis: Nur ein Teil der Erwartungen ist berechtigt.

An einer Braunschweiger Realschule, die 2007 durch die Bürgerstiftung Braunschweig komplett mit interaktiven Whiteboards ausgestattet wurde, ergänzten diese in jedem Klassenraum die normale Tafel. Begleitend fanden Schulungen sowie eine wissenschaftliche Untersuchung von 2007 bis 2009 statt, an der alle Schülerinnen und Schüler (n=485) sowie die Lehrpersonen (n=35) teilnahmen. Es wurden drei Befragungen durchgeführt: Zum Projektbeginn, nach einem halben Jahr sowie nach einem weiteren Jahr. Die Studie ging der Frage nach, welchen Mehrwert die Technologie im Lehr-Lernprozess bietet und wie sich ein flächendeckender Einsatz auswirkt. Dabei haben sich einige ernüchternde Erkenntnisse in Bezug auf den Einsatz von interaktiven Whiteboards im Unterricht ergeben. Der ehemalige Primarlehrer und heutige Berater für Präsentationstechniken Walter Büchler, zugleich schweizer Pionier in Sachen Unterrichten mit interaktiven Whiteboards, bringt es auf den Punkt:

Das Interaktive Whiteboard macht aus schlechten Lehrer nicht plötzlich bessere. Es muss also didaktisch sinnvoll eingebettet sein und erfordert darum nicht nur in einem technischen Sinne Schulung, sondern auch in einem pädagogischen.

Braunschweiger-Studie 1


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