Boardstorys sind digitale Versionen von Kinderbüchern mit animierten Illustrationen und sukzessiv eingeblendetem Text. Diese lassen sich jederzeit auf www.onilo.de abspielen und können so am Interaktiven Whiteboard oder Beamer von der ganzen Klasse erlebt und gelesen werden.
Bildquelle: http://www.onilo.de
Albert Hoffmann ist Grundschulrektor a.D., Erfinder von
Antolin und Initiator von
Onilo. Die meisten Boardstorys gibt es auch in einer Teilversion. Diese ist etwas kürzer als die Vollversion, denn sie bricht an der spannendsten Stelle ab und lässt den Ausgang der Geschichte offen. Die Boardstory endet mit dem Verweis aufs Buch, in dem das Ende der Geschichte selbstständig nachgelesen werden kann. So bleibt es den SchülerInnen überlassen sich z.B. ein eigenes Ende auszudenken oder jeder für sich das Ende selbst nachzulesen. Zu diesem Zweck sollte gemäss Hoffmann mindestens eine physische Buchausgabe im Klassenzimmer vorhanden sein. Zu den Boardstorys können Lehrpersonen kostenlos Unterrichtsmaterial (Arbeitsblätter als PDF) herunterladen. Zudem lassen sich die Aufgaben direkt am Interaktiven Whiteboard (SMART-Board) bearbeiten. Ohne Interaktives Whiteboard können die Aufgaben auch direkt am Computer mit der Maus bedient werden und sind dann via Beamer für alle SchülerInnen sichtbar. Ausserdem erhält man mit dem Erwerb einer Onilo-Lizenz (Euro 399.- pro Jahr) die Möglichkeit, mithilfe von Schülercodes den Kindern den Zugang zu einer bestimmten Boardstory einzurichten. Somit können die SchülerInnen die Boardstorys zu Hause am Computer nochmals anschauen. Zwei Boardstorys können während 14 Tagen kostenlos und unverbindlich getestet werden.
Prof. Dr. Christina Schenz, Inhaberin des Lehrstuhls für Grundschulpädagogik und -didaktik an der Universität Passau, ist der Meinung, dass mit Hilfe von Boardstorys beim gemeinsamen Zuhören und Weiterlesen auf einer grossen Bildfläche beispielsweise das Verstehen von textbasierten Momenten unterstützt werde: «Lesen wird zum gemeinsamen Erlebnis, der Akt des (teilweise mühevollen und deshalb abschreckenden) Erlesens für die Kinder zur Nebensache. Im Vordergrund stehen zunächst Inhalt und Entwicklung der Geschichte. Die Kinder können anfangs nur zuhören (oder auch mitlesen) und beginnen erst danach sukzessive selbständig weiter zu lesen. Dass es dann aber ein intensives Lesetraining ist, fällt den Kindern gar nicht auf, denn sie haben nun Interesse an der Sache gefunden - und ganz nebenbei üben die Kinder ihre Medienkompetenz im Umgang mit dem Computer.»
Fazit: Ich bin noch etwas skeptisch, ob das gemeinsame Lesen mit Boardstorys am Interaktiven Whiteboard oder über den Beamer wirklich zu einem Mehrwert für Erstleser/innen führt und Boardstorys den Weg in die Klassenzimmer finden werden.