Surface 2.0 - multiuser und multitouch Tisch

Kommen schon bald die Multitouch-Tische ins Schulzimmer?!

Gestern hat Microsoft den Launch seines neuen Multitouch-Tisches "Surface" bekanntgegeben. Der schlanke Multitouch-Tisch - optisch ähnlich wie unser Esstisch - trägt die Typenbezeichnung SUR40 und wird von Samsung Electronics fabriziert. Eine Vorbestellung ist beim Samsung-Händler schon jetzt möglich, die Auslieferung auch für die Schweiz erfolgt dann im Frühjahr 2012. Der Preis wird mit 8400.-- Dollar angegeben.

Micrososft Surface
Abbildung: Microsoft Multitouch-Tisch "Surface" SUR40

Der Multitouch-Tisch verfügt neu über eine PixelSense genannte Technologie, die es dem 40-Zoll-Bildschirm erlaubt, ohne Kameras zu "sehen". Er kann 50 verschiedene Eingaben gleichzeitig erkennen - sei es nun ein Finger, eine Hand oder andere Objekte. Als Zielbranchen gelten der Bildungs- oder der Finanzsektor, das Gesundheitswesen oder etwa auch der Detailhandel.

Etwas Ähnliches haben wir doch vor einigen Jahren schon bei Microsoft mit bei Smart gesehen; nur damals waren die Tische noch etwas rundlicher.

Fazit:
Es wird wohl doch noch etwas dauern, bis diese gestylten Multitouch-Tische auch Verwendung im Schulzimmer erfahren. Jedoch könnte ich mir vorstellen, dass solche Multitouch-Tafeln schon bald die klassischen Interaktiven Whiteboards ablösen könnten.

[video] Interaktive Whiteboards im Gespräch

Gespräch zwischen Prof. Dr. Bernd Trocholepczy (Goethe-Universität Frankfurt, Geschäftsführender Direktor für Lehrerbildung und Schul- und Unterrichtsforschung) und Frank Adameit (SMART Technologies) zum Thema "Interaktive Whiteboards im Unterricht". Auffallend ist, dass das Interaktive Whiteboard, über welches ausführlich referiert wird, lediglich als Hintergrundmotiv dient und nicht in Aktion gebracht wird. Dennoch zwei sehenswerte Videos zum Thema "Interaktive Whiteboards im Unterricht" zu folgenden Fragen:
  • Wie lässt sich die Entwicklung Interaktiver Whiteboards der letzten zwanzig Jahren skizzieren?
  • Welche didaktischen und methodischen Möglichkeiten bieten Interaktive Whiteboards?
  • Welchen Einfluss haben Interaktive Whiteboards auf den Unterricht?
  • Wie wird sich die Entwicklung von Interaktiven Whiteboards zukünftig gestalten?



Scoop.it - Interactive classroom

[book] Interaktive Whiteboards im Unterricht

Das Praxishandbuch Interaktive Whiteboards im Unterricht, von den Autoren Ulrich Gutenberg, Thomas Iser, Christian Machate, ist eine weitere Lehrerhandreichung, die aufzeigt, wie interaktive Whiteboards didaktisch-methodisch sinnvoll im Unterricht genutzt werden können. Das Buch enthält zudem Beispiele zu diversen Fächern und liefert Tipps für den täglichen Einsatz interaktiver Whiteboards im Klassenzimmer. Passend zum Buch können über die Homepage des Verlags Schroedel mehrere Praxisbeispiele heruntergeladen und auf weiterführende Links zugegriffen werden.

Interaktive Whiteboards im Unterricht

[book] Mit Whiteboards unterrichten. Das neue Medium sinnvoll nutzen

Das Buch Mit Whiteboards unterrichten. Das neue Medium sinnvoll nutzen von Jürgen Schlieszeit, dem Autor und Experten für interaktive Whiteboards, bietet einen umfangreichen und hervorragenden Überblick über die verschiedenen Whiteboard-Systeme und deren Verwendungsmöglichkeiten im Unterricht - immer aber mit Blick auf einen sinnvollen und didaktischen Einsatz dieses Mediums. Neben den Kapiteln Einführung in das interaktive Whiteboard, Die Grundlagen, Pro & Contra interaktiver Whiteboards, Whiteboard und Technik, Methodik und Didaktik am Board, Alte Unterrichtsmedien neu am Board und dem Software-Überblick dürfte besonders für Lehrpersonen der Methodenbaukasten für die Arbeit am Board nützlich sein. Jedenfalls ein sehr lesenswertes Buch für alle, die sich beruflich mit den interaktiven Whiteboards auseinandersetzen dürfen!
Mit Whiteboards unterrichten


myBoard - das erste, deutschsprachige und unabhängige Portal für interaktive Whiteboards

Jürgen Schlieszeit, Medienpädagoge und Whiteboard-Experte, ist zugleich auch Herausgeber von myBoard.de - dem ersten, deutschsprachigen und unabhängigen Internetportals zum Thema interaktive Whiteboards für Lehrer, Trainer und Unternehmen. Neben seiner Internetplattform myBoard.de - das Portal für interaktive Whiteboards, das eine Fülle an nützlichen News, Informationen, Tipps und Links enthält, gibt Herr Schliesszeit in unregelmässigen Abständen auch eine umfangreiche Messe-Zeitung heraus. myBoard.de ist für mich zunehmend zu einer unverzichtbaren und nützlichen Informationsquelle geworden, um mich unabhängig von Hersteller-Propaganda über interaktive Whiteboards auf dem Laufenden zu halten. Die Messe-Zeitung als Ergänzung zum Internetportal halte ich deshalb als sehr gelungen, weil viele Lehrpersonen längere Artikel - wie beispielsweise jenen über die fehlende Methodik und Didaktik bei interaktiven Whiteboards - nach wie vor lieber auf Papier lesen. Dies wird sich vielleicht dann ändern, wenn es auch von myBoard.de eine iPad-App geben wird. Da bleibt nur noch eines anzumerken: Weiter so, Jürgen Schlieszeit!

myBoard.de
myBoard.de - das Internetportal für interaktive Whiteboards

myBoard
Zeitung mit Messenews, Infos und Tipps zum Thema interaktive Whiteboards

EasyChalk. Die online Whiteboard-Software

Die boardunabhängige online Whiteboard-Software EasyChalk startet den öffentlichen Beta-Test. Mit EasyChalk - whiteboard software online, www.easychalk.de bringt das Frankfurter Unternehmen Chalkless Media GmbH eine einfach zu bedienende Software für interaktive Whiteboards auf den Markt, die jederzeit und überall verfügbar ist. Es wird lediglich irgendein Betriebssystem mit einem beliebigen Browser sowie ein Zugang ins Internet benötigt. Weil die Software die neuesten Webtechnologien (AJAX und HTML5) verwendet und Java sowie Flash nicht notwendig sind, kann EasyChalk auch mit einem iPad und auf Android-Tablets benutzt werden. Ein weiterer Vorteil ist, dass kein Aufwand für die Installation und Updates anfällt. Die Anwenderin muss sich somit nicht mit der Technik auseinandersetzen und hat stets die aktuellste Software im Einsatz und alle ihre Tafelbilder zur freien Verfügung.
EasyChalk

Fazit: Die EasyChalk - whiteboard software online ist eine boardunabhängige Software für interaktive Whiteboards in der "Cloud". Und damit sind sowohl die Anwendersoftware als auch die erzeugten Tafelbilder plattform- und browserunabhängig mit jedem Betriebssystem direkt über das Internet abrufbar. Der Funktionsumfang ist erwartungsgemäss im Vergleich zu den Marktleadern Promethean ActiveInspire oder SMART Notebook eher eingeschränkt. So lassen sich beispielsweise keine Texte aus anderen Programmen kopieren bzw. einfügen oder komplexe Mathematik-Tools wie der Zirkel oder das Geodreieck und dgl. verwenden. Noch nicht testen konnte ich die Chalklets, welche den Funktionsumfang der Software beliebig erweitern sollen. Chalklets sind Mini-Programme, die wohl erst später über das EasyChalk-Portal in die Anwendung geladen werden können. Auch wird sich weisen, ob die Lehrkräfte einfach so bereit sind, alle ihre Unterrichtsvorbereitungen und -ergebnisse ins Internet zu stellen und sich somit in die Abhängigkeit eines Anbieters zu begeben. Über die Preisgestaltung von EasyChalk ist mir derzeit auch noch nichts bekannt. EasyChalk ist sicherlich für Gelegenheitsnutzer von interaktiven Whiteboards bzw. für Anfänger/innen wegen des beschränkten Funktionsumfang eine gute Alternative zu bestehenden Anwendersoftware. Lehrpersonen, die jedoch täglich mit der elektronischen Wandtafel arbeiten, bietet EasyChalk derzeit wohl noch zuwenig Funktionen, was sich allerdings mit den Chalklets bald ändern dürfte.

Auch so lässt sich ein interaktives Whiteboard nutzen

Geburtstag

Onilo - Bilder- und Erstlesebücher als Boardstorys erleben

Boardstorys sind digitale Versionen von Kinderbüchern mit animierten Illustrationen und sukzessiv eingeblendetem Text. Diese lassen sich jederzeit auf www.onilo.de abspielen und können so am Interaktiven Whiteboard oder Beamer von der ganzen Klasse erlebt und gelesen werden.

Onilo
Bildquelle: http://www.onilo.de

Albert Hoffmann ist Grundschulrektor a.D., Erfinder von Antolin und Initiator von Onilo. Die meisten Boardstorys gibt es auch in einer Teilversion. Diese ist etwas kürzer als die Vollversion, denn sie bricht an der spannendsten Stelle ab und lässt den Ausgang der Geschichte offen. Die Boardstory endet mit dem Verweis aufs Buch, in dem das Ende der Geschichte selbstständig nachgelesen werden kann. So bleibt es den SchülerInnen überlassen sich z.B. ein eigenes Ende auszudenken oder jeder für sich das Ende selbst nachzulesen. Zu diesem Zweck sollte gemäss Hoffmann mindestens eine physische Buchausgabe im Klassenzimmer vorhanden sein. Zu den Boardstorys können Lehrpersonen kostenlos Unterrichtsmaterial (Arbeitsblätter als PDF) herunterladen. Zudem lassen sich die Aufgaben direkt am Interaktiven Whiteboard (SMART-Board) bearbeiten. Ohne Interaktives Whiteboard können die Aufgaben auch direkt am Computer mit der Maus bedient werden und sind dann via Beamer für alle SchülerInnen sichtbar. Ausserdem erhält man mit dem Erwerb einer Onilo-Lizenz (Euro 399.- pro Jahr) die Möglichkeit, mithilfe von Schülercodes den Kindern den Zugang zu einer bestimmten Boardstory einzurichten. Somit können die SchülerInnen die Boardstorys zu Hause am Computer nochmals anschauen. Zwei Boardstorys können während 14 Tagen kostenlos und unverbindlich getestet werden.


Prof. Dr. Christina Schenz, Inhaberin des Lehrstuhls für Grundschulpädagogik und -didaktik an der Universität Passau, ist der Meinung, dass mit Hilfe von Boardstorys beim gemeinsamen Zuhören und Weiterlesen auf einer grossen Bildfläche beispielsweise das Verstehen von textbasierten Momenten unterstützt werde: «Lesen wird zum gemeinsamen Erlebnis, der Akt des (teilweise mühevollen und deshalb abschreckenden) Erlesens für die Kinder zur Nebensache. Im Vordergrund stehen zunächst Inhalt und Entwicklung der Geschichte. Die Kinder können anfangs nur zuhören (oder auch mitlesen) und beginnen erst danach sukzessive selbständig weiter zu lesen. Dass es dann aber ein intensives Lesetraining ist, fällt den Kindern gar nicht auf, denn sie haben nun Interesse an der Sache gefunden - und ganz nebenbei üben die Kinder ihre Medienkompetenz im Umgang mit dem Computer.»

Fazit: Ich bin noch etwas skeptisch, ob das gemeinsame Lesen mit Boardstorys am Interaktiven Whiteboard oder über den Beamer wirklich zu einem Mehrwert für Erstleser/innen führt und Boardstorys den Weg in die Klassenzimmer finden werden.

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